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Niveau der Defensive angehoben

Das Ziel für das dritte Jahr in der Fußball-Landesliga stand schon unmittelbar nach dem Ende der letzten Saison fest: "Wir wollen ganz oben um die Aufstiegsplätze mitspielen", formulierte Dimitrios Kalpakidis, Spielertrainer des BSV Schüren. Um den Unwägbarkeiten der Vorjahre vorzubeugen, hat der Klub personell kräftig aufgerüstet.

Voller Tatendrang in die neue Saison (o.v.l.n.r.): Spielertrainer Dimitrios Kalpakidis, Martin Striewski, Miguel dos Santos, Marcel Stiepermann, Tim Sedlatschek, Sebastian Homann, Co-Trainer Daniel Dukic, Betreuer Mirco Krüger, sowie (u.v.l.n.r.) Björn Menneke, Fabian Lenz, Manuel Schweda, Nico Lenz und Hasan Bastürk. Es fehlen Ahmet Cirak, Patrick Njambe, Elias Sträter und Sundi Gomes Foto: Niemeyer (Ruhrnachrichten)

14 Neuzugänge stellten die Schürener nun vor, die Breite des Kaders ist angestiegen. „In den letzten Jahren sind wir personell in der Rückrunde immer in die Bredouille gekommen“, erklärt Kalpakidis. „Nun haben wir den Kader qualitativ und in der Breite verstärkt. Das sorgt für einen ordentlichen Konkurrenzkampf – vom Torwart bis zu den Stürmern.“

 

Ein Blick auf die Liste der Neuen zeigt, wo Kalpakidis Nachbesserungsbedarf sah: 8 der 14 Spieler sind für die Abwehr vorgesehen. Sie sollen den BSV auf ein Niveau heben, das der Klub im Angriff schon hat. Denn mit den beiden Torjägern Eyüp Cosgun und Karim Bouzerda verfügt Schüren weiter über den stärksten Angriff der Liga. „Aber es nützt nichts, wenn wir in jedem Spiel acht Tore schießen, aber auch sechs Tore kassieren“, erklärt Kalpakidis.

 

Njambe für die Abwehr

Ahmet Cirak, Patrick Njambe, Nico Lenz, Hasan Bastürk, Björn Menneke, Sebastian Homann, Tim Sedlatschek und Martin Striewski sollen die Defensive also stärken. Für das Mittelfeld kommen Miguel dos Santos, Marcel Stiepermann, Fabian Lenz und Elias Sträter hinzu. Außerdem hat sich der BSV die Dienste von Torhüter Manuel Schweda und Stürmer Sundi Gomes gesichert.

 

„Die Mischung stimmt, wir haben viele junge, aber auch einige erfahrene Spieler dabei“, sagt Kalpakidis. In die Rolle der Führungsspieler mit Erfahrung können mit der Zeit die ehemals höherklassigen Patrick Njambe und Marcel Stiepermann sowie Routinier Sundi Gomes schlüpfen. „Wenn wir sie fit kriegen, werden wir viel Spaß mit ihnen haben“, ergänzt der Spielertrainer zu den ersten beiden, die zuletzt lange den Ball ruhen ließen.

 

"Geduld beweisen"

Nichts möchten die Schürener im dritten Jahr dem Zufall überlassen. Kalpakidis blickt engagiert, aber auch mahnend auf das neue Jahr, das schon am Samstag mit dem Westfalenpokalspiel (18 Uhr) gegen den Lüner SV beginnt: „Wir müssen auch Geduld beweisen, sowohl in Spielen gegen defensive Gegner, als auch in unserer Leistung. Bis zur Topform werden wir sicher noch ein paar Wochen brauchen.“ Wenn Schüren dann aber defensiv und offensiv das Potenzial abruft, kann es einige Ausrufezeichen setzen. 

 

Quelle:

http://www.ruhrnachrichten.de/lokalsport/dortmund/44137-Dortmund~/Fussball-Landesliga-Schueren-hat-das-Niveau-der-Defensive-angehoben;art933,3077966

Quelle: www.ruhrnachrichte.de vom 02.06.2016

 

Was für ein Finish um die Torjägerkanone, die jährlich nach der Saison von den Ruhr Nachrichten und Karstadt Sport im Dortmunder Amateurfußball vergeben wird. Am Ende machte Eyüp Cosgun das Rennen, der am letzten Spieltag zwar ohne Erfolg blieb – doch seinem ärgsten Kontrahenten fehlt in der Endabrechnung ein Treffer.

 

Um ein Haar hätte es fast einen Doppelsieg gegeben. Hätte Hyacinthe Botchack Wendji nicht nur den 1:1-Treffer für den TuS Eichlinghofen beim Erler SV erzielt, sondern womöglich noch den Siegtreffer, würde der Bezirksliga-Stürmer nun punktgleich mit Cosgun an der Spitze thronen. Doch die Partie endete 1:1, am Ende blieb es trotz einer beeindruckenden Aufholjagd bei Platz zwei für den Eichlinghofer Angreifer. An den beiden letzten Spieltagen traf Botchack Wendji immerhin vier Mal.

 

Nicht der erste Pokal

Dennoch jubelt am Ende Cosgun, der in der Landesliga für den BSV Schüren 27 Treffer erzielte und mit dem Ligafaktor 0,8 auf 21,6 Punkte kommt. Botchack Wendji netzte 35 Mal ein, da er aber eine Liga tiefer spielt, macht das mit dem Faktor 0,6 insgesamt nur 21 Punkte. „Ich freue mich sehr, am Ende der Saison nicht nur der beste Torjäger in der Landesliga, sondern in ganz Dortmund geworden zu sein“, erklärt Cosgun, für den es allerdings nicht der erste Pokal im Schrank sein wird. „2010 habe ich die Kanone schon einmal gewonnen, als wir mit dem TuS Eving in die Westfalenliga aufgestiegen sind“, berichtet der Torschütze.

 

Die Parallelen zwischen 2010 und heute sind bemerkenswert: Auch beim BSV mischte Cosgun im Aufstiegskampf der Landesliga mit und steuerte unzählige Treffer dazu bei – wenn auch in dieser Spielzeit ohne Erfolg. Das Vertrauen bekam er damals wie heute von seinem Spielertrainer Dimitrios Kalpakidis, der ihn vor zwei Jahren zum BSV holte, nachdem beide schon in Eving zwei Jahre erfolgreich zusammenspielten.

 

Dank an Kollegen

„Eyüp ist ein ganz wichtiger Spieler, im Vergleich zu seiner Zeit beim TuS Eving bringt er jetzt auch noch ein ganzes Stück mehr Erfahrung mit“, berichtet Kalpakidis. Beide sind wichtige Dreh- und Angelpunkte im Schürener Offensivbereich. Für die ein oder andere Vorlage konnte sich Cosgun deshalb auch in diesem Jahr bei seinem Trainer bedanken. „Ich habe schon früh gelernt, dass man als Stürmer nur so lange gut ist, wie es das gesamte Team ist“, gibt Cosgun einen Dank an die Kollegen ab.„Meine Mitspieler haben mich häufig mit Vorlagen und Flanken gefüttert“, ergänzt der Stürmer und verspricht: „Dafür bekommen sie nach dem Titelgewinn jetzt auch was von mir.“

 

Dass Cosgun auf dem Weg zum Titel ist, war im Saisonendspurt hin und wieder Thema in der Kabine. „Die Jungs haben mir dann immer gesagt, dass ich mich mehr konzentrieren soll, um die Torquote hochzuschrauben“, schmunzelt der Stürmer. Aber selbst wenn es – wie im letzten Spiel – mal nicht geklappt hat, gab es ja noch Sturmkollege Karim Bouzerda. „Mit ihm verstehe ich mich blind“, berichtet Cosgun. Beide wurden zum gefürchteten Duo in der Landesliga, 43 Treffer gingen insgesamt auf ihr Konto.

 

"Form bestätigen"

Für seinen Angreifer freut sich Kalpakidis natürlich. Dennoch hofft der ehrgeizige Spielertrainer, dass sein Sturmduo in der nächsten Saison keineswegs nachlässt – im Gegenteil. „Eyüp hätte in dieser Spielzeit noch ein paar Tore mehr schießen können. Aber ich hoffe er und Karim bestätigen ihre Form im nächsten Jahr.“

 

Standards sind in Schüren bekanntermaßen Chefsache von Kalpakidis. Hin und wieder durfte aber auch Cosgun mal an den Punkt treten. Ansonsten sieht der Coach in seinem Angreifer den typischen Stürmertypen: „Er hat einfach den richtigen Riecher und steht in der entscheidenden Situation dann genau dort, wo der Ball hinkommt. Er hat einfach den nötigen Killerinstinkt.“ Und auf genau dieses Gespür hofft Kalpakidis, wenn es im Spätsommer wieder losgeht – und der BSV mit seinem Torjäger und dessen fleißigen Helfern wieder in der Landesliga angreift.